Verein

Gründung…..bis heute

Volkstheater oder Theater für das Volk ist in Hallau schon vor mehr als 100 Jahren gespielt worden. Gestützt auf Hinweisen aus der Klettgauer Zeitung darf angenommen werden, dass Bühnespiele bereits im 19. Jahrhundert als Unterhaltung für die Bevölkerung aus der Region diente. Ende diesen Jahrhunderts wurde immer wieder von einem „Dramatischen Verein“ oder auch von einem „Theater Hallau“ berichtet. Nicht nur diese Gruppe studierten Theaterstücke ein. In Schaffhausen auftretende Wanderbühnen benutzten Hallau als „Lückenfüller“ für Gastspiele.


1921 schloss sich der „Dramatische Verein“ dem Turnverein Hallau als neu bezeichnete „Dramatische Sektion“ an. Teilweise wurden nicht nur ein Bühnenspiel inszeniert. Ein- oder Mehrakter, tiefgründige Dramen wie geschichtliche Inszenierungen wurden auf der Bühne im Gemeindehaussaal Hallau aufgeführt. Man bedenke – ohne moderne Technik – noch mit Petroleumpfunzeln.

1936 trat die Sektion zum Zentralverband Schweizer Volksbühnen bei.

1914-46 die Dramatische Sektion liess es sich nicht nehmen, auch während den Weltkriegen Volkstheater zur Aufführung zu bringen. Ausnahmen wegen Kriegs- oder Seuchenzeiten bestätigen die Regel. Zwischenhinein wurden auch Einakter – vorwiegend Lustspiele oder Schwänke – einstudiert. Dienstpflichtige Aktivmitglieder opferten im Heimaturlaub manche Freizeiten.

1959 wurde endlich der entscheidende Schritt gewagt und weibliche Mitglieder in die Dramatische Sektion aufgenommen. Kaum einer der männlichen „Helden“ wird diesen Schritt je bereut haben.

1990 erfolgte eine Namensänderung von der „Dramatischen Sektion“ zum selbstständigen „Theaterverein Hallau“. Der Mitgliederzuwachs im Theaterverein mit Leuten, welche nicht aus Turnerkreisen stammen, brachte es mit sich, dass die Bande der Dramatischen Sektion zum Stammverein sich mit der Zeit immer mehr lockerten.

1995 verstärkten sich die Meinungsverschiedenheiten unter Mitgliedern derart, dass es zu Austritten kam. Die Scheidung war schmerzlich und das kurz vor dem 75 Jubiläum. Ab diesem Zeitpunkt bestanden zwei Theatergruppen: Theaterverein Hallau; Schauplatz Hallau.

1996 stand das 75-jährige Juhubiläum im Fokus. Mit dem Stuck „Die vo de Fischergass“ beteiligten sich (fast) alle Vereinsmitglieder an dieser Produktion. Das Bühnenbild war besonders. Übernommen von der Volksbühne Münsingen musste es auf Grössenverhältnisse des Gemeindehaussaals Hallau angepasst werden. Die gekürzten Bühnenbilder mussten danach und für ein anderes Laientheater wieder angesetzt werden.

1997 wurde „Gilberte de Courgenay“ inszeniert. Das Theaterstück mit nationalem Ethos unter der Regie von Vroni Luginbühl blieb in Erinnerung. Es prägte die Zeit, während dessen im Theater Hallau ein Generationswechsel eingeleitet wurde.

1998 wurde erstmals eine Fremdregie engagiert. Gisèle Marit hatte in Hallau ihr Debüt mit „Man lebt nur Einmal“.

2000 wirkte die „alte Garde“ des Theater Hallau vorwiegend im Hintergrund. „Spiled wiiter!“ war die erste Produktion der Jungregisseurin Doris Pfund.

2003 brachte dem Theater Hallau mit „Agentur Rosa“ teilweise scharfe Kritik. Es wird vermutet, dass das Genörgel von einem Journalisten verfasst wurde, der während einer Aufführung seine Aufmerksamkeit intensiv seiner Liebhaberin widmete. Regie führte Nadia Bamberger.

2004 entstand ein erzählenswertes Anekdötchen. In einer Szene bei „Charleys Tante“ (Regie Daniela Kiser & David Bächi)  badet Charley im Bassin. Das eher kühle Wasser wurde der bequemlichkeitshalber mit wärmeren ausgetauscht. Es dampfte. Das Bühnenklima war tropisch; feucht und heiss.

2009 inszenierte Daniela Kiser (Regisseurin) mit „Sister Act“ eine Grossproduktion mit Musicalcharakter. Über 40 Personen wirkten mit.

2017 wurde der bereits vor Jahren eingeleitete Generationswechsel weitergeführt. Erstmals standen Schauspieler vom Theater Hallau im Trottentheater Nauhausen auf der Bühne. Ramona Pfund führte für ihr selbst verfasstes Theaterstück „Manne mit ohni Visione“ Regie.

2018 erhielt das Theater Hallau einen neuen Online-Auftritt. Mit „Zimmer 12a“ inszenierte der Jungregisseur Fabian Ochsner eine erfolgreiche Komödie. Aufführungen in Hallau und Neuhausen waren ausverkauft.


Auf dieser Seite informieren wir Sie über unseren Verein als Veranstalter von jährlichen Produktionen und Events. Es ist schön, regelmässig ein treues Publikum unterhalten zu dürfen. Vielen Dank!