1. Probewochenende

Als Theater mit gewissem Anspruch nehmen wir uns Zeit; fürs Einstudieren der Texte wie fürs Proben der Abläufe. Dazu treffen wir uns manchmal auch am Wochenende. Zwei Tage – nur wir und die Bühne. Fotoshootings werden gemacht und der Presse gewähren wir einen ersten Einblick in unsere Arbeit.

Alles beginnt mit einem Kaffee. Damit lockern wir unsere Stimme (alternativ mit Tee oder Mineral). Um Gesichtsmuskeln sowie Körper und Geist auf die Spielerei einzustellen, wärmen wir uns auf. Sei es mit Yoga oder Übungen, die an sektenhaftes Verhalten erinnern. Lang ausgesprochene A’s oder O’s mit dazugehöriger Bewegung (gegen den Himmel ausgestreckten Armen, dabei den Rücken durchgestreckt, die Arme stehend wieder nach unten fallend lassend) wurden im ganzen Gebäude (Gemeindehaus Hallau) wahrgenommen.

Der erste Probetag brachte Veränderungen mit sich. Walter Millns bot Inputs, die für das Ensemble bereichernd waren. Kleinigkeiten können eine Szene grundlegend verändern. Das Erscheinungsbild wirkt spannender. Szenen wurden mehrmals wiederholt. Abläufe verliefen reibungsloser. Schauspieler wussten ihren Text mehr oder weniger auswendig. Trotzdem – mit hilfesuchendem Blick zur Souffleuse erhielt man immer die Unterstützung.

Am zweiten Probetag erhielten Theatermitglieder und Presse einen Einblick. Den Bühnendarstellern und Regie tut es gut, Inputs von „Aussen“ zu erhalten. Als Mitwirkende ist es irgendwann nicht mehr möglich, mit nötigem Abstand das Geschaffene kritisch zu beurteilen. Vor Publikum zu spielen, ist anders. Es verleitet dazu, gedanklich abzuschweifen. „Wann ist mein Einsatz?“, „Wie wirke ich?“ – der Text geht vergessen. Eingeübte Details und Abläufe sitzen plötzlich nicht mehr so, wie erwartet. Das gibt den Ansporn, beim nächsten Mal die Inszenierung noch perfekter einzustudieren.

Das Ensemble zeigt sich an diesem Tag erstmals kostümiert; soweit dies vorbereitet war. Diese Gelegenheit wurde für ein kleines Fotoshooting genutzt:


Nicht nur die Schauspielerei stand im Fokus. Das gesellige Beisammensein wird genauso zelebriert. Nach dem ersten Probetag gab’s Fondue – mit viel Knoblauch. Ob dies am zweiten Probetag noch zu riechen war, bleibt dahin gestellt. Auf alle Fälle schlug sich dieser Geschmack nicht in der Presseschau nieder.

Viel Spektakel in einem kleinen Hotel – Das Theater Hallau probt bereits fleissig für das neue Stück, das im Januar 2018 Premiere feiert. Die Zuschauer erwartet eine rasante Komödie.

Schaffhauser Nachrichten

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