Sister Act

Dieses Kloster ist ein Hit!!

Die Geschichte einer Nachtclubsängerin, die einen Mord beobachtet und sich vor den Gangstern in einem Kloster verstecken muss. Dort bringt sie dem Nonnenchor das Swingen bei und treibt die Mutter Oberin sowie die Verbrecher zur Verzweiflung.

Sister Act, ein himmlischer Spass voll überschäumender Gags, köstlicher Situationskomik und Musik, bei der die Kirche bebt!

 

 

Bilder





Foto: Jurga Ruesch
Foto: Jurga Ruesch
Foto: Jurga Ruesch

Programmheft

Flyer Sister Act

Schaffhauser Nachrichten, 08.01.2009

Theater Hallau lässt die Nonnen swingen

Sister Act, die Geschichte einer Nonne, die ein Kloster zum Swingen bringt, hat am Freitag Première in Hallau.

«Es ist nie gut, wenn bei den letzten Proben schon alles perfekt läuft», sagt Carl Caspar (C. C.) Rahm flüsternd dem Probenbesucher. C. C., dem noch von früher her der Ruf eines begnadeten Darstellers anhängt, erläutert, ... [zum Artikel]

Schaffhauser Nachrichten, 12.01.2009

Frenetischer Applaus

Theater «Sister Act», Komödie mit Gesang, Première Theater Hallau

Hallau Gegenreformation im protestantischen Hallau. Allerdings nur für etwa zwei Wochen auf der Bühne im «Gmandhuussaal». Denn dort, wie jedesmal Anfang des Jahres, brilliert das Theater Hallau aufs neue und diesmal ganz besonders. Möglich machen es gegen zwanzig singende und swingende Nonnen, ein Bischof im Ornat, Devotionalien, Predigt, Orgelspiel, Gebete und Kreuzzeichen sowie ein Papstposter. Als Gegensatz dazu allerdings noch eine kriminelle Halbwelt mit Ganoven sowie im Schlepptau die ermittelnde Polizei. Sie alle geben in den nächsten zwei Wochen in Hallau den Ton an. Der Mix aus Krimi, Songs und frommem Gehabe unter dem bekannten Titel «Sister Act» schlug beim Publikum gewaltig ein. Mit frenetischem Applaus, Getrampel, Hochrufen und Standing Ovations wurden die insgesamt 28 singenden und spielenden Akteure an der Première am Freitagabend gefeiert

Der in Schaffhausen lebende Theatermacher und Choreograph Walter Millns hat den in den neunziger Jahren gedrehten und erfolgreichen Musikfilm sowie die anschliessend dramatisierte Fassung originell bearbeitet und in Mundart gesetzt. Ebenfalls war er für die Choreographie zuständig. Regisseurin Daniela Kieser hat die himmlische Komödie genial, witzig und ideenreich inszeniert, wobei sie den ganzen Zuschauerraum noch ins Geschehen miteinbezog. Eine mit zahlreichen Gags angereicherte Regiearbeit, die mehr als überzeugt. Und der unverwüstliche C. C. Rahm mit seiner Frau Rosmarie kreierte den Bühnenrahmen dazu. Das Geschehen handelt von einer Tingeltangel-Sängerin, die einen Mord beobachtete und sich deshalb in einem Kloster verstecken muss, weil die ertappten Gangster ihr nach dem Leben trachten. Chorleiter Hannes Debrunner, während der Aufführung mit seinen Schlagzeugkollegen in Nonnentracht am Klavier, trimmte den Ad-hoc-Chor der Nonnen zur begeisternden Swing-Reife. Köstlich die Gegensätze zwischen dem gar nicht erbaulichen Psalmengesang und einem profanen und anschliessenden swingenden Salve Regina. Mitreissend auch die andern Songs. Von den zahlreichen Mitwirkenden, die alle ihr Bestes gaben, sei die gesanglich und spielerisch hervorragende Darstellerin der Hauptrolle, Susanne Wipf-Sommer mit ihrer wuscheligen Afro-Frisur, besonders hervorgehoben. Die bezaubernde naive Novizin, gespielt von Barbara Imobersteg, die überaus gestrenge Oberin, welche Rosy Vogelbacher treffend mimt, wie auch der salbungsvolle Bischof, karikierend verkörpert von Sven Weisshaupt, fallen unter den vielen andern Spielern ebenfalls auf. Und da wären noch die Ganoven sowie Polizisten und, und, und …Der Platz reicht nicht aus, um alle, die zum Erfolg dieser einmaligen und aussergewöhnlichen Aufführung beigetragen haben, zu erwähnen und zu loben. In der Tat: Ein lebendiges Laientheater, eines Kassenschlagers sogar verdächtig, triumphiert momentan in Hallau. Arnold Sigg